Wasserqualität Ostsee
Aufgrund der großen Bedeutung für den Tourismus achten die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf eine hervoragende Badewasserqualität. In der Badesaison werden an vielen Messpunkten regelmäßig Proben genommen, um eine gesundheitliche Gefährdung auszuschließen. Hierbei werden vor allem hygienische Aspekte bewertet, aber auch biologische und chemische Untersuchungen durchgeführt. Aufrgund der verbesserten Klärung der einegleiteten Abwässer und der Veringerung von Industrieabfällen hat sich die Wasserqualiät in Bezug auf die gesundheitlichen Risiken in den letzten Jahren stark verbessert und es kommt nur sehr selten zu Beanstandungen. Dennoch ist die Ostsee in biologischer Hinsicht durch fortschreitende Eutrophierung, das heisst die Anreicherung von eingebrachten Nährstoffen in das Ökosystem Ostsee, belastet. Dies ist jedoch für die Badegäste nur indirekt durch temporär auftretende Algen- oder Quallenansammlungen störend.
Salzgehalt der Ostsee
Aufgrund des niedrigen Salzgehaltes des Binnenmeeres gilt die Ostsee als das größte Brackwassermeer der Welt. Auch wenn man mit dem Begriff "Brackwasser" eher dreckiges Wasser assoziiert, so besagt er nur, dass der Salzgehalt zwischen 0,1% und 1% liegt. Und besonders Wassersportler und Badegäste wissen den relativ geringen Salzgehalt in der Ostsee zu schätzen. Die Salinität liegt in der Ostsee, bedingt durch die hohe Süsswassereinleitung je nach Region zwischen 1,7% im Westen und 0,1% im Osten (zum Vergleich: Nordsee 3,5%, Mittelmeer 3,74%). Das sauerstoffreiche, kühlere Salzwasser gelangt insbesondere an stürmischen Tagen aus der Nordsee in die Ostsee. Es ist schwerer als Süsswasser und sammelt sich in den Senken am Meeresboden. Vor allem für die Fortpflanzung einiger Salzwasserfische ist es sehr wichtig, dass ausreichend sauerstoffreiches Salzwasser verfügbar ist.
Algen in der Ostsee
Ebenfalls aufgrund der hohen Einleitung von Süsswasser im Vergleich zum geringen Wasservolumen der Ostsee, ist das Binnenmeer anfällig für Überdüngung. Eingebrachte Nährstoffe, etwa aus der Landwirtschaft, fördern das Wachstum von Algen. Gerade in warmen Perioden wachsen dann schnell große Mengen von Mikoalgen und Bakterien wie beispielsweise Cyanobakterien die auch als "Blaualgen" bekannt sind. Die meisten Algensorten sind für Badegäste zwar lästig, jedoch völlig ungefährlich. An belebten Badestränden werden sie in der Regel schnell entsorgt, da sie unangenehm riechen.
Sobald es zu gesundheitlichen Risiken durch eine starke Algenblüte kommen kann, werden an der deutschen Ostseeküste betroffene Strandabschnitte rechtzeitig gesperrt. Dies kommt aber zum Glück nur selten vor, da sowohl Temperaturen als auch Windrichtung auf die Belastung an den Sränden Einfluss haben.
Quallen in der Ostsee
Auch auf Quallen können die meisten Badenden gerne verzichten. Besonders im Sommer, wenn die planktronfressenden Nesseltiere ausgewachsen sind, treten ab und zu große Quallenschwärme auf. Die Konzentration der nur langsam schwimmenden Quallen hängt dabei vor allem von den Winden und Wasserströmungen ab, in denen sie sich treiben lassen.
Die mit Abstand am häufigsten vorkommende Quallenart in der Ostsee ist die Ohrenqualle. Sie ist völlig ungefährlich. Vereinzelt treten jedoch auch nesselnde Arten wie die rötliche Feuerqualle auf. Die Berührung mit ihr kann zu Hautreizungen führen. Abhilfe bei Berührung kann etwas Essig bewirken. Reiben Sie die betroffenen Stellen jedoch nicht mit Süsswasser ab, da dann weitere Nesselkapseln platzen. Sollten Sie allergische Reaktionen beobachten, ist die Kosultierung eines Arztes sinnvoll.
Aktuelle Untersuchungen der Ostsee Badewasserqualität:
Schleswig-Holstein:
www.badewasserqualitaet.schleswig-holstein.de










